Nebelbringer
Seit Oktober 2021 arbeite ich an meinem Abenteuerroman. Hier veröffentliche ich den aktuellen Stand des Projektes. Mein Ziel ist es, den Roman 2026 zu beenden. Die Arbeiten an den letzten Kapiteln laufen dem Herbst sei dank!
Das Schreiben bereitet mir viel Freude und ermöglicht mir die Kreativität zu leben.
Der Verlag wurde gefunden und die Arbeiten laufen auf Hochtouren. Wenn es auch oft schwer ist, die Zeit freizumachen. Denn Schreiben ist ein kreativer Prozess, der Ruhe und Hingabe braucht. Dazu ist der kalte eisige Griff des Alltags oft zu stark. Doch das Feuer der Begeisterung löst den Griff immer wieder.
Und ganz nach dem Motto von Martin Danesch "Schenk deinen Geschichten die Freiheit" bin ich motiviert meiner Geschichte auch die Freiheit zu schenken. Der leider verstorbene Entwickler meiner Autoren Software "Patchwork" der selbst einige Bücher geschrieben hatte hat mich motiviert und angeleitet durch sein tolles Stück Software.
Oben seht ihr einen Teaser den ich erstellt habe zum Buch.
Die kurzen Videos unten wurde aus einzelnen Midjourney Bildern mit Kling generiert. Gezeigt werden die Hauptcharaktere und eine Seeschlacht und eine weitere Szene aus dem Buch.
Unglaublich was geht inzwischen!
Worum geht es:
Leif wächst in der rauen von Mythen und Sagen geprägten Natur Norwegens auf. Die innige Beziehung zu seiner Schwester, gibt ihm Halt und Zuversicht.
Doch dramatische Ereignisse werfen Schatten über sein Leben und er verlässt die vertraute Heimat schweren Herzens. Kriegswirren und die Flucht vor der Erinnerung treiben ihn an einen magischen Ort voller Schönheit und Verzweiflung. Eine schicksalhafte Begegnung mit einer geheimnisvollen Frau die der Zeit entsprungen scheint, lindert den Schmerz der Vergangenheit . Das Osmanische Reich indes trachtet erneut nach dem goldenen Apfel der Christenheit und Korfu stellt neben Peterwardein die letzte Verteidigungslinie der Christlichen Welt dar. Leif gerät in den Fluss tragischer Ereignisse und kämpft einen aussichtslosen Kampf gegen sich selbst und Feinde die mehr sind als es scheint. Eine höhere Macht webt die dünnen Fäden der Zeit und stellt Freude und Feinde vor eine schicksalhafte Wahl.

- Schwester
- Aufbruch
- Entscheidung
- Ruhe vor dem Sturm
- Zeichen
- Die Unbekannte
- Spyridon
- Das weiße Pferd
- Ungleicher Kampf
- Der Berg (begonnen)
- Verfolgungsjagd
- Stadt des Kaisers
Auszug aus dem Kapitel "Spyridon"
"Die Brandstifter hatten Tufan aus einem Nael nicht bekannten Grund verschont und trugen den verletzten Steuermann der Nox sogar auf einer Bahre mit sich. Das Schicksal von Alastor und dem Hauptteil seiner Mannschaft schien besiegelt. Als die Gruppe um den verletzten Tufan sah, das Nael und seine Männer versuchten, über die Klippen zu entkommen, liefen auch sie los und schlugen wild mit Äxten und Schwertern auf ihre Schilde. Sie riefen wiederholt etwas in einer fremden Sprache, das furchteinflößend den Hang hinauf schallte und auf Naels Männer einschüchternd wirkte. Nael beeindruckte diese Taktik nicht. Doch konnte er es mit seinen 7 Männern nicht mit der Übermacht aufnehmen. Das Schicksal von Nawabid und Syrkos spielte in diesem Moment keine größere Bedeutung für ihn. »Los Männer folgt mir. Wir ziehen uns in die Grotte mit dem blauen Licht zurück. Der Eingang ist schmal genug um uns zum Verteil zu gereichen. Dort lassen wir sie kommen.« Wild sprangen die Männer der See wie Bergziegen den steilen Hang herunter. Manch einer überschlug sich, während weitere Pfeile zwei der Männer trafen und sie stöhnend im Geröll liegen blieben. Nael nahm dies hin und wusste, das sie bei der Verteidigung der Grotte ausfielen. Die Möglichkeit, das feindliche Schiff zu kapern, rückte somit ebenfalls zusehends in weite Ferne. Hastig sprangen sie ins Wasser und stellten sich Schulter an Schulter am Eingang auf. »Einer der Männer mit dem Namen Banna blickte Nael fragend an. »Was hast du auf der Seele Seemann. Sprich oder schweig jetzt vor unserer letzten Schlacht.« Nael ließ die anrückenden Männer nicht aus den Augen. »Warum haben wir die Leute in der Basilika nicht als Geiseln genommen mein Triarch?« Banna bewies Mut, in dieser Lage über Vergangenes zu sinnieren. Während Nael sprach, verfehlten weitere Pfeile die Männer und zerschellten an den Felsen im Innern der Grotte. »Nun das will ich dir gerne mitteilen, Mann des letzten Aufgebotes. Die Brandstifter sind aus dem gleichen Grund hier, so wie ich es sehe, aus dem wir diese verfluchte Insel angesteuert haben. Sie scheren sich nicht um die Menschen da oben. Sie sind für sie ebenso nur Ware, die auf dem nächsten Sklavenmarkt gegen Gold oder Solidus getauscht wird.« Banna senkte entmutigt den Kopf und konzentrierte sich wieder auf das hier und jetzt. Der Pfeilhagel stoppte auf Zeichen eines groß gewachsenen Mannes, der sich seinen Weg durch seine Männer bahnte. Sie traten rechts und links zur Seite und verneigten ihre Köpfe. Er trug einen grauen Eisenhelm, an dem auf beiden Seiten, zwei weiße geschwungene Hörner in den Himmel ragten. Die blauen Augen blickten durch zwei Schlitze, die im Helm offengelassen wurden. Nase und Mund waren nicht bedeckt. Eine braune maßgeschneiderte Lederrüstung, auf der viele Kettenglieder zum Schutz vernäht waren, betonten seine muskulöse Statur. Auf den Schultern erkannte man Muster eines Raben und eines Wolfes, die ihre Blicke kreuzten. Er trug eine mit Lederbändern verzierte Axt und nahm sich von einem seiner Männer eine Zweite, die er mit seinen Fingern geschickt um seine Hände kreisen ließ. Dann ging er auf den Grotteneingang zu und seine Männer jubelten und feuerten ihn an. Sie riefen seinen Namen. »Fjell , Fjell. Fjell vår konge du vil vinne.« Nael verließ die Deckung des Grotteneingangs und watete durch das Wasser auf den großen Anführer dieses unbekannten Volkes zu. Etwas an diesem Mann reizte ihn. Er strahlte die gleiche Unnachgiebigkeit und Härte aus, die auch Nael umgab. Ein Gefühl, eine Aura, die nur wenigen Männern anhaftete. Er spürte, dass er es diesmal mit einem Gegner auf Augenhöhe zu tun hatte. Zusätzlich zu seinem Gladius, zog Nael einen krummen verzierten Dolch. Er balanciert die beiden Waffen gekonnt vor und zurück und bewegte sich in dem Kreis, den die Männer der beiden so Grund verschiedenen Gruppen gebildet hatten. Ohne ein Wort zu sprechen verstanden die Kämpfer den Moment und was ihn ausmachte. Sie blickten sich in die Augen, während sie sich umkreisten und musterten sich wie zwei wilde Raubtiere, die bereit waren, jedes Mittel zur Vernichtung des Kontrahenten einzusetzen. Auch Naels Männer riefen seinen Namen. Doch die geringere Anzahl der Unterstützer brachte nicht ansatzweise die gleiche Geräuschkulisse zutage, die die Männer des behelmten Hünen, der auf den Namen Fjell hörte, erzeugten. Nael schrie den Hünen an, auch wenn er sich sicher sein konnte, das er es nicht verstehen würde. »Mithras lass uns diese Fremden auslöschen. Zu deinen Ehren werde ich einen Schrein bauen, der deine Herrschaft festigt. Und dich schlitze ich auf Fremder.« Fjell sah den kleineren vernarbten Mann mit Verachtung an und schien sich seines Sieges recht gewiss. Er riss, während sie sich umkreisten, seine Arme in den Himmel. Immer begleitet von frenetischen Schreien seiner Männer, die ebenfalls siegessicher waren. Auch er sprach mit Nael, der ebenfalls keines seiner Worte verstand. Der erste Schlag. Die Klinge spiegelte sich in der Sonne und warf einen Lichtstrahl auf die Anhänger von Fjell, die kurz geblendet wurden. Der Gladius den Nael verdeckt von seinem Oberkörper aus der Hüfte gerade auf seinen Gegner führte, streifte die Lederrüstung und schnitt einen Spalt unterhalb der Achseln. Der Stich war so schnell ausgeführt, das Fjell ihm nur mit Mühe ausweichen konnte. Nach dem Stich drehte sich Nael gekonnt um die eigene Achse und ging in gehockter Position in die Knie, bereit den nächsten Angriff zu starten. Fjell spuckte einmal ins Wasser bevor er wieder die Arme in den Himmel riss. Mit erhobenen Armen lief er plötzlich auf Nael zu, der die Hocke blitzschnell verlassen hatte und tänzelte von einem Bein auf das andere. Die Klingen tanzten dazu wie zwei Vögel, die den Balztanz vollzogen. Der gehörnte Riese schlug mit der ersten Axt senkrecht auf Nael ein. Er wusste, dass er ihn damit nicht treffen würde. So drehte er sich nach dem Schlag mit unfassbarer Körperspannung in die entgegengesetzte Richtung, in der Nael stand und schlug mit der zweiten Axt aus der rückwärts Drehung auf Nael ein. Nael blockte den wuchtigen Schlag mit seinem Schwert, das beim Aufprall der Axt Funken sprühten. Diesen Moment nutzte Nael und stach mit dem Dolch in den Rücken von Fjell. Doch zu seiner Verwunderung durchdrang der Dolch das am Rücken ungeschützte Leder nicht. Fjell stolperte ein paar Schritte nach vorne, drehte aber sofort wieder um und stürmte auf Nael zu, der noch ungläubig wegen des robusten Leders dreinblickte. Diesmal schwang er beide Äxte von seinen starken Armen geführt zu beiden Seiten, um Nael in der Mitte zu teilen. Nael nutzte den Vorteil seiner geringeren Größe und ließ sich rückwärts ins Wasser fallen. Die Äxte verfehlten Nael und prallten in der Mitte aufeinander. Diesmal drehte sich Nael auf die Fjells Seite und stieß mit dem Gladius in Fjells Seite. Er traf den Hünen und dieser schrie kurz auf. Das Schwert drang einige Zentimeter in sein Fleisch und Blut spritzte aus der Wunde. Fjells Männer zogen jetzt ihre Waffen und schienen bereit in den Kampf einzugreifen. Sehr zum Ärger von Nael der in die ängstlichen Augen seiner Männer blickte. Er gab Fjell die Möglichkeit, sich zu fangen. Dies sah er als Geste seines guten Willens und im Angesicht von 40 wütenden Kriegern, wohl die einzige Option, das Überleben von ihm und seinen Männern für den Moment zu sichern. Fjell lief einen Bogen und während er lief, faste er sich an die Wunde und betrachtete dann das frische Blut an seinen Händen. Er zerrieb es zwischen seinen Fingern und lachte laut, während er seinen Männern etwas zurief. »Den lille jævelen vil være et passende offer for Thor.« Als sich Fjell wieder Nael zuwandte und ihn grimmig musterte, surrte ein Pfeil an ihm vorbei und traf Nael an seiner Schulter. Nael stöhnte verbissen, aber biss die Zähne zusammen, um sich vor den fremden Kriegern keine Blöße zu geben. Fjell war außer sich vor Wut. Er stürmte zwischen seine Männer und riss zwei von Ihnen die vor dem Bogenschützen standen, mit beiden Händen hasserfüllt zeitgleich zu Boden. Der Bogenschütze blickte Fjell ungläubig an. Hatte er doch nur für Ausgleich sorgen wollen, da sein Anführer von Nael verletzt wurde und die Vorstellung, das ihr Anführer unterliegen würde, für ihn unerträglich war. Doch Fjell schien eine gänzlich andere Vorstellung von einem ehrenvollen und gerechten Kampf zu haben. Er blieb kurz vor ihm stehen und blickte ihn mit leeren Augen an. Dann holte er mit einer der Äxte aus und schlug dem Unheilsschützen eine seiner Hände ab. Dies geschah so unerwartet und schnell, dass der Mann erst, als er seinen Blick von Fjell abwandte und seine Hände betrachtete, bemerkte, das ihm für den Rest seines Lebens nur noch eine Hand zur Verfügung stand. Die Hand lag im Sand und der Bogenschütze betrachtete sie unter Schock ungewöhnlich unaufgeregt. Einer seiner Kameraden eilte ihm zur Hilfe und riss sich etwas Stoff von seinem Hemd ab und wickelte es um den blutenden Stumpf. »Ikke gjør det igjen, ellers vil du bli nektet Valhalla.« Sprach Fjell, bevor er sich wieder Nael zuwandte. Er forderte Nael auf, ihn anzugreifen. Seine Männer, die eben noch sichtlich betroffen vom Schicksal des Bogenschützen dreinblickten, feuerten in diesem Moment wieder ihren Anführer an. Nael erkannte in dem Feind der ihm gegenüberstand sich selbst. Während er auf Fjell zuschritt, kroch ihm eine Vision in den Sinn, in der er sich vor einem Spiegel wähnte. Er sah sein Spiegelbild, das ihn immerfort provozierend aufforderte, nun endlich den letzten konsequenten Schritt zu tun. Er sollte dem allen und vor allem seinem armseligen Leben ein Ende setzen. Wut stieg in Nael auf. Er verdrängte die Vision eilig und sein Unterbewusstsein sagte ihm, das er nicht gegen sich selber, sondern einen gleichwertigen, einen Kopf größeren Mann antrat. Die Dinge hatten sich in allen Belangen anders entwickelt, wie er es geplant hatte. Doch Nael kannte das Wort Aufgeben, oder auch Niederlage nicht. Die Erfahrung seines Lebens, hatte ihm immer wieder gezeigt, das nach dem Fall der Aufstieg kam. Doch nur wenn man bereit war, dafür alles zu geben, auch wenn es gegen alles sprach, das die Welt bereit war zu tolerieren. Er ließ seine Waffen erneut einen wilden Tanz aufführen, der zweier Kobras im Kampf ähnelte......."
Hier ein paar Illustrationen, die vielleicht ins Buch kommen, als Einstimmung auf das jeweilige Kapitel.

Die Bilder wurden mit Midjourney generiert.
Mögliches Buch Cover

Rückseite

















